Über uns

Die Anfänge des LSV Dingolfing liegen in der Gründung eines


           "Luftsportvereins Untere Isar, Dingolfing-Landau",


zunächst durch eine "Initialzündung" hauptsächlich aus Landau stammender Mitglieder.

Das Gründungsdatum ist mit dem 04.02.1954 festgehalten.


Natürlich wollte man zu damaliger Zeit aufgrund der wohl knappen Barmittel, ähnlich vieler anderer Vereine im Luftsport, den Neubeginn mit dem Bau eines eigenen Flugzeuges schaffen, hatten doch die vorausgegangenen Jahre dazu geführt, das man von "Null" anfangen mußte.


Der in den 50er Jahren verbreitete Gemischtbau von Segelflugzeugen war allerdings sehr aufwendig und nur mit umfangreichen Kenntnissen der Holz- und Metallverarbeitung durchzuführen.


Nach knapp einem Jahr wurde deshalb beschlossen, das Projekt wieder zu beenden.

Nicht gelöst war die Frage nach einem möglichen Flugzeug für den Verein.


Erst 1957/58 wurde dann ein Segelflugzeug des Herstellers Scheibe aus Dachau angeschafft, ein doppelsitziger "Bergfalke B II".

Dies hauptsächlich auf Betreiben des Dingolfinger Lehrers Eugen Forster, welcher bis in die 70er Jahre das Schicksal des LSV im Vorstand mitgestaltete.


Das erste einsitzige Flugzeug wurde dann ein "L-Spatz" vom gleichen Hersteller wie schon der Doppelsitzer.

Ein Meilenstein war das Jahr 1967. Der Verein übernahm den "Werksflugplatz" der Firma Glas, dem Hersteller des GoGo-Mobiles!

Und schon 1968 gab es wieder "Nachwuchs" zu vermelden. Aus dem hohen Norden Deutschlands wurde eine gebrauchte Ka8, damals ein Standardflieger für den Vereinsbetrieb, von einem Hamburger Verein erstanden. Ausnahmsweise nicht von der Firma Scheibe, sondern von A.Schleicher aus der Rhön gebaut.


1972 wurde die im Grunde heute noch bestehende Struktur des Vereines begründet, mit dem Kauf eines "A-Falken" Motorseglers. Wieder war der Hersteller die Firma Scheibe aus Dachau.

Der "A-Falke" war eine mit einem 24 PS Zweitaktmotor ausgestattete Version des schon erfolgreichen Bergfalken und ermöglichte nun auch den kostengünstigen "Motor"-Flug.


Schon zwei Jahre später wurde dieser "A-Falke" durch die mittlerweile völlig überarbeitete Version "B" ersetzt. Dieser Typ war dann auch der direkte Vorläufer des heute verwendeten "C-Falken", nunmehr mit einem 4-Takt Motor.


In der Zwischenzeit hatten sich auch die Ansprüche der Hersteller und Betreiber von Segelflugzeugen geändert. Verstärkt wurden Flugzeuge in Faserverbund-Werkstoffen, mit besseren Flugleistungen, entwickelt und hergestellt. Auch der LSV wollte diese neue Ära nicht verpassen und so wurden 1976 ein "Astir CS" und schon 1979 ein "Twin Astir" der Firma GROB aus Mindelheim erworben. Das Gründungsflugzeug hatte seine Schuldigkeit getan, und der "Bergfalke" wurde an den Landshuter Nachbarverein veräußert.


Diese neue Generation der Segelflugzeuge beanspruchten den Verein finanziell enorm und die wirtschaftliche Lage blieb bis Anfang der 80-Jahre sehr angespannt. Erst 1987 wurde mit dem "C-Falken 2000", Kennzeichen D-KLAX, wieder ein neues Flugzeug gekauft, welches heute noch das Rückgrat unserer Ausbildungsflotte mit seinem "Zwillingsbruder" D-KLEX bildet.


Die neue Autobahn A92 stellten den LSV 1987/88 vor neue Herausforderungen. Die Landebahn mußte an den heutigen Standort verlegt werden und damit fiel das damalige Flugplatzfest den Umbauarbeiten zum Opfer. Übrigens das erste und einzige Mal seit Einführung 1977!


Ähnlich vielen anderen Vereinen sah sich der LSV in den 90-Jahren mit einem veränderten Freizeitverhalten in der Gesellschaft konfrontiert. Der zeitaufwändige Segelflug schien nicht mehr gewünscht zu sein. Die geflogenen Segelflugstunden gingen unter das zur Finanzierung nötige Maß herunter. Der Verein beschloß die noch vorhanden Segelflugzeuge zu verkaufen und sich der neuen Entwicklung im Bereich Ultraleichtflugzeuge zu stellen.


Ein solches Flugzeug wurde im Jahre 2000 erworben und ermöglichte, zusammen mit dem Motorsegler, weiterhin ein wirtschaftlich akzeptables Fliegen.

In das gleiche Jahr fiel die Entscheidung das nunmehr sehr in die Jahre gekommene alte Vereinsheim durch ein Neues zu ersetzen. Hatte doch das Alte schon als Verkaufspavillion der Firma Glas gedient und der Bauzustand ein eher unakzeptables Niveau erreicht.

2007 bekamen wir unseren "KLEX", der schon erwähnte Zwilling unseres "KLAX". Die Schülerzahlen haben wieder erfreulich zugenommen und seitdem ging es "Schlag auf Schlag".


In den letzten vier Jahren hat sich unser Flugzeugpark ansehnlich gemausert. So stehen heute den Mitgliedern neben den beiden C-Falken 2000 und dem UL, noch eine GROB G 109A mit Rotaxmotor, eine SOCATA MS 893 ED (Motorflugzeug), wieder ein "Bergfalke II/55" und , seit Neustem, ein Segelflugzeug vom Typ SF27 zur Verfügung.